Bye bye Australia

Dienstag, 17. Mai 2011

Meine letzte Zeit in Cairns war toll. Nachdem ich am Abend nach dem Tauchtrip noch mit meinen "Arbeitskollegen" in den Ausgang bin habe ich mich am naechsten Tag nochmal mit Fraenzi aus Graenichen getroffen (wir haben uns damals in Wellington kennengelernt, resp. wieder getroffen). War schoen wieder einmal einen ganzen Nachmittag lang Schweizerdeutsch zu reden.
Dann die Ueberraschung: Miranda und Joe schrieben mir, dass sie am Abend auch wieder in Cairns sind, im selben Hostel. Juhuuuu. An diesem Abend haben wir einander dann zum 3. Mal tschuess gesagt, und ich denke wir werden uns auch in Asien wieder treffen ;)

Ich finde es immer so schoen, Leute wieder zu treffen, die ich schon kenne. Das gibt einem so etwas das Gefuehl, doch nicht ganz so alleine unterwegs zu sein.

Australien und ich haben uns nie so ganz angefreundet. Schon von Anfang an gingen einige Dinge schief. So hat z.B. die gekaufte SIM Karte nie funktionier. In allen anderen Laendern ging dies problemlos. Die Distanzen in diesem Land sind mir einfach zu lang. Wenn eine Busfahrt von 5h ploetzlich "gleich um die Ecke" ist, ist mir dabei nicht so ganz wohl. Ueber die anderen Reisenden an der Ostkueste habe ich mich ja schon ausgiebig ausgelassen.
Dennoch war es Australien wert. Ich habe die Zeit sehr genossen, in der ich mit Miranda und Joe unterwegs war. Wir haben so viel zu lachen gehabt, nicht nur wenn wir die Serie 30 Rock im Schlafsaal mit Kopfhoerer geschaut haben und das lachen zu unterdruecken versucht haben :)
Das Wildlife in Australien ist sehr interessant. Ich bin etwas traurig, konnte ich davon nicht mehr sehen. Mein persoenliches Highlight war ganz klar das Great Barrier Reef. Das Riff selber war genial und auch die Zeit auf dem Boot habe ich sehr genossen und hat mich abgelenkt. Auch da habe ich so viele tolle Leute kennengelernt, vor allem meine 2 Tauchbuddies. Wir konnten zu 3. ab irgendwelchen kleinen Fischies Unterwasser ausflippen.
Irgendwann (wenn ich reich bin z.B.) gebe ich Australien noch eine Chance und bereise die Westkueste und das Zentrum.

Nun habe ich einen Tag in Kuala Lumpur verbracht (dazu spaeter mehr) und ich bereue meine Entscheidung nicht, hierher gekommen zu sein. Malaysia verspricht genial zu werden :) Der Kulturenmix hier ist genau mein Ding. Uebermorgen muss ich dann schon wieder in ein Flugzeug steigen (uff) und fliege nach Borneo rueber (in den malaysischen Teil). Ich werde noch sehen, wie lange ich da bleibe. Gibt auf jedenfall auch hier auf dem Festland von Malaysia viel zu sehen.


Liveaboard Great Barrier Reef

Samstag, 14. Mai 2011

Leider laeuft fuer mich im Moment zu Hause nicht alles so, wie ich mir das gewuenscht habe. Fuer mich ist es einerseits eine schwierige Zeit, so weit von meinen Freunden weg zu sein, wenn man Trost am meisten gebrauchen koennte, andererseits bin ich aber auch sehr froh, momentan nicht mit meinem Scherbenhaufen von Leben konfrontiert zu werden. Ich freue mich besonders jetzt ueber eure E-Mails und Kommentare. Macht euch bitte keine Sorgen, ich geniesse meine Reise trotzdem, resp. jetzt erst recht.
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Zu den erfreulicheren Dingen der letzten Tage. Ich durfte 4 Tage auf dem Meer rund ums Great Barrier Reef verbringen. Ich habe mir rechtzeitig vor dem Trip noch ein wasserdichtes Gehaeuse fuer meine Kamera gegoennt um euch auch endlich mal einige Fisch Fotos zeigen zu koennen, wenn ich schon so oft meinen Kopf ins Wasser stecke. Die Fotos sind allerdings alle vom Schnorcheln, nicht vom Tauchen. Mit einem Tagesausflugsboot wurden wir zur Reef Encounter gebracht, die mehr oder weniger immer auf dem Meer draussen stationiert ist. Nach meinem letzten Tauchtrip in Thailand war dies ein echter Luxus Dampfer (das spiegelt sich leider auch im Preis wieder). Sogar ein Spa Pool war vorhanden. Ich habe schnell meine 2 Tauch Buddies gefunden (Elin aus Schweden und Corina aus Holland) und los gings auf den ersten Tauchgang. Leider war es etwas ein Durcheinander, weil wir nicht aneinander gewoehnt waren. Wir verloren Corina und mussten mehr oder weniger abbrechen. Anders als in Thailand bekommt man hier nie einen Guide gestellt der einen um das Reef fuehrt. Einerseits ist es ganz witzig alleine zu unterwegs zu sein und anschauen zu koennen, was man will. Aber ich mag trotzdem das Tauchen mit einem Guide lieber, weil man einfach mehr sieht (die wissen wo die Fische sich verstecken) und man auch fragen kann wie die Fische, die man gesehen hat heissen.

Die weiteren Tauchgaenge des Tages verliefen dann super. Schon beim 2. Tauchgang haben wir eine riesen Schildkroete gesehen, von da an war ich schon mal super gluecklich. Der Nachttauchgang war wieder einmal nicht wirklich spektakulaer. Wir haben einige Humpback Parrotfish (ca. 10) gesehen, die Fische sind ueber einen Meter gross und ziemlich eindruecklich. Das Essen auf dem Boot war so ziemlich das Beste Essen seit 4 Monaten. Es gab sogar Truffes Schoggichueche, mjami.

Am naechsten morgen ging es um 6.30 auf den ersten Tauchgang, das ist meine Lieblingszeit um zu tauchen, weil alles noch etwas ruhiger ist, die Fischies wachen langsam auf, und auch ich werde beim Tauchen so richtig wach. Auch an diesem Tag sahen wir auf dem zweiten Tauchgang eine Schildkroete, juhu. Nach dem Lunch mussten wir dann unsere Arbeit als Hostis anfangen. Dazu gehoerte Geschirr zu spuelen, Zimmer zu putzen und Betten zu machen und alle moeglichen anderen Putz und Aufraeum Arbeiten. Dafuer durften wir 2 mal am Tag tauchen gehen und weiterhin Deans super Essen geniessen. Sarah unsere Chefin war phaenomenal und super lieb. Sie liess uns in unseren Gaestezimmer wohnen, obwohl Hostis normalerweise in ziemlich haessliche Zimmer muessen und gab uns auch mal extra Freizeit um schnorcheln zu gehen.

Der dritte Tauchtag (Elins Geburtstag) war dann absolut fantastisch. Im Morgen Tauchgang sahen wir Stachelrochen, und endlich die ersehnten Riff Haie. Im Nachmittagstauchgang dann ganze 3 Schildkroeten, 2 davon auf einmal und eine die Korallen gefressen hat. Beim Auftauchen war dann unter dem Boot noch eine riesen Maori Wrasse, diese Fische sind ziemlich gewunderig und der Koch hat etwas bloedsinn mit ihm getrieben. Er konnte den Fisch sogar aus dem Wasser heben und der Fisch kam immer wieder zurueck, seltsam.

Was mir auf diesem Trip nicht so gepasst hat war die Rolle der Divemaster. Normalerweise fungieren diese als Guides. Auf diesem Boot waren die Briefigs (vorstellen des Tauchplatzes) laecherlich kurz. Fazit war meist: geht doch da hin wo ihr wollt, aber nicht tiefer als x Meter. Auch wenn man etwas ueber Fische wissen wollte, die man gesehen hat konnten oder wollten sie meist keine Antwort geben. Auch das Equipment war ziemlich schlecht. Waere ich nur als zahlender Kunde auf dem Boot gewesen waere ich also enttaeuscht. Das Hostie Programm war jedoch super und hat es mir ermoeglicht 10 Tauchgaenge zu machen. Great Barrier Reef war definitiv das Highlight von Australien und alleine dafuer war es Wert hier her zu kommen.

Nach diesem Trip habe ich mir nun eine eigene Maske incl Schnorchel gegoennt, denn ich will sicher noch vieeeel schnorcheln und tauchen. In Malaysia gibt es einige super Orte dafuer.



Kuranda

Zwischen Magnetic Island und meiner Ankunft in Cairns ist eigentlich nicht viel spannendes passiert. In Townsville war ich im Great Barrier Reef Aquarium wo man viele Fische, die im Riff leben sehen kann. Dem Aquarium angeschlossen ist ein Schildkroeten Spital, wo kranke Schildkroeten aufgepaeppelt werden bis sie wieder im Meer leben koennen.

In Mission Beach sah man die Verwuestung des Zyklons sehr gut. Viele Leute mussten ihre Haeuser renovieren und die Baueme am einst wahrscheinlich sehr schoenen Strand liegen kreuz und quer. Ich habe in Mission Beach ein Kaenguruh Steak probiert, mjami.

In Cairns wollte ich dann meinen Tauchtrip planen. Nachdem ich mich etwas umgesehen habe war mir klar, dass alles ziemlich teuer ist, und dass ich mir nicht mehr als 2 Tage leisten kann. Dank dem Tipp von Beat bin ich dann bei Reef Encounter vorbei. Diese bieten an, dass man einen Trip bucht und dann diesen Trip als normaler Gast auf dem Boot verbring und danach auf dem Boot fuer Unterkunft, Essen und Tauchen arbeiten kann. Super, das hat mir also ermoeglicht meine Zeit voll auszunutzen und 4 Tage auf dem Riff zu verbringen.

Bevor es los ging bin ich noch nach Kuranda gefahren, ein Dorf im Regenwald. Ich bin mit einem speziellen Zug, der sich an Wasserfaellen und Schluchten vorbei seinen Weg nach oben schlaengelt gefahren. Bei einem imposanten Wasserfall durften wir sogar aussteigen. Unterwegs habe ich eine Schlange neben den Geleisen gesehen.
In Kuranda angekommen habe ich eine Bootsfahrt gemacht. Ich habe so gehofft endlich Krokodile zu sehen. Zuerst haben wir aber Suesswasser Schildkroeten gesehen.
Schlussendlich haben wir ein Krokodil im Wasser und zwei an Land gesehen. Sie sind ziemlich klein, aber trotzdem gefuerchig. Vor allem weil der Wanderweg den ich dann zurueck genommen habe eigentlich direkt am einen Kroko vorbeigefuehrt hat (habs aber nicht mehr gefunden :))

Ich bin noch etwas auf den Wegen durch den Dschungel gelaufen und wollte mir in Kuranda die beruehmten Maerkte ansehen. Naja war ziemlich klaeglich und ich bin dann auch wieder zurueck weil ich mich noch von Miranda und Joe verabschieden musste.



Magnetic Island

Montag, 9. Mai 2011

Direkt nachdem wir mit dem Greyhound Bus in Townsville angekommen sind wir auch schon auf die Faehre nach Magnetic Island gehuepft. Die Fahrt dauert nur 20min. Wir haben ein Gesamtpackage gebucht, welches Unterkunft, Essensgutscheine, Internet, Schnorchelequipment und einen Besuch im Koala Sanctuary beinhaltete. Wir hatten also gedraengtes Programm :)

Hier hat ueberraschenderweise echt jedes Hostel einen Pool und so haben wir den fruehen Abend im Pool verbracht, bevor wir dann endlich Pancakes gemacht haben. Beim Essen sind einige Possums erschienen. Sie waren wirklich frech, sind den Leuten fast auf den Schoss gesprungen und liessen sich sogar anfassen. Die muessen echt hungrig gewesen sein.

Am naechsten Tag gingen wir frueh mit Taucherbrille, Schnorcheln, Flossen und dem obligaten Stingersuit bewaffnet los. Es war schon am Morgen frueh tueppig heiss. Beim Schnorcheln waren wir dann etwas enttaeuscht. Die Sicht betrug unuebertrieben nicht viel mehr als 2 Meter. Dann kam aber das Highlight, Miranda hat einen kleinen Riffhai erspaeht (mit klein meine ich klein, vielleicht einen halben Meter). Bis zu 4 Stueck konnten wir patroulieren sehen. Ich habe sogar ein Video davon, aber das Internet ist hier seeeehr langsam.
Da wir den Bus gerade knapp verpasst haben sind wir zurueck gelaufen, es war abartig heiss. Wir haben den Pool mit unseren Koerpern danach um sicher 2 Grad erwaermt.

Dann gings endlich los zum Koala knuddeln. Der "Zoo" befand sich unmittelbar neben dem Hostel. Wir bekamen eine gefuehrte Tour und erfuhren mehr ueber die Tiere Australien und ueber Tierschutz. Man durfte so ziemlich alles anfassen und auf dem Arm halten. Mir hat es besonders gefallen die kleinere Schlange zu halten. Ein cooles Gefuehl, wie sie sich ueberall bewegt. Um den Koala zu halten musste man extra zahlen, da gabs dann aber auch ein professionelles ausgedrucktes Foto davon. Bei Gelegenheit scanne ich das mal ein.Das selbst gemachte ist leider nicht so gut... Der Koala denkt man ist ein Baum, und darum darf man sich nicht bewegen, wenn man ihn auf dem Arm haelt :)
Am Schluss sind wir noch die (wilden) Lorekeet fuettern gegangen. Ich habe irgendwie ziemlich Schiss vor Voegeln habe ich bemerkt. Man konnte Futter in die Haende nehmen und dann kamen sie geflogen. Miranda hatte danach die ganzen Arme und Schultern aufgepickt.

Am naechsten Tag wollten wir noch eine Wanderung machen, bei der man Koalas in der Wildniss sehen sollte. Leider haben wir keine Koalas gesehen :( Dafuer aber coole Fledermaeuse. Zum Glueck war es nicht mehr so heiss wie am Tag zuvor.

Als letzter Punkt auf unserem Magnetic Island Plan gingen wir noch zu den Wallabies. Man konnte sie sogar mit speziellem Futter fuettern. Die Tiere sind ziemlich aggresiv zueinander und man muss schauen, dass alle etwas bekommen.

Magnetic war super, vor allem wegen den Haien.



Airlie Beach/Whitsundays

Freitag, 6. Mai 2011

Schon wieder bin ich ewig lange im Rueckstand mit meinen Blogposts. Ich verspreche, mich in Asien etwas zu verbessern.

Airlie Beach ist ein typisches Touristenkaff. Die einzige Sorge die man hier hat, ist das perfekte Segelboot fuer einen Trip in die Whitsundays (Inselgruppe) zu finden. Da ich nun doch schon einige Zeit auf Booten zwischen schoenen Inseln verbracht habe, wollte ich nur eine 1 Tagestour machen, um immerhin dagewesen zu sein. Ich habe mich fuer das lila Segelboot Camira entschieden. Ich bin noch nie gesegelt und freute mich sehr darauf.

Zuerst ging es aber mit Motor los. Als wir dann das erste Mal die Segel hissten und der Motor endlich Ruhe gab war das ein super Gefuehl. Wie schnell wir unterwegs waren! Und das alles nur mit Naturpower, wow.
Ich will unbedingt auf meiner Reise nochmal auf ein kleineres Segelboot. Ich hoffe das klappt in Asien, ich hab zumindest in Thailand nie ein Segelboot gesehen.

Zum Schnorcheln mussten wir sogenannte Stingersuits tragen. Ein Ganzkoerper Anzug, der einen von den hochgefaehrlichen Quallen schuetzt. Was hab ich mich gefreut, wieder einmal bunte Fische und Korallen zu sehen. Im Wasser war die Entaeuschung gross, die Sicht betrug etwa 1m. Aber hey, ich hab sicher 5 Fische gesehen, wovon einer wahrscheinlich ebenfalls aus Blindheit mein Finger genuckelt hat :P

Das Maedchen, mit dem ich mich auf dem Boot angefreundet habe war von da an den ganzen Tag seekrank. Sie hat mir so leid getan. Ich glaube ich werde langsam ein Seebaer und war resistent. Das war vor allem wichtig, weil es von jetzt an nur noch Essen und Getraenke gab. Den ganzen Tag konnte man Softdrinks, Bier und Wein haben soviel man wollte. Es gab Kuchen, Kekse, Fruechte, Barbecue, leckere Salate und und und. Habe schon lange nicht mehr so viel gegessen :). Joe war abends ein bisschen entaeuscht, als er Pancakes machen wollte, und ich gar keinen Hunger hatte (die beiden waren auf einem anderen Boot).

Es stand noch ein Landgang am Whiteheaven Beach an. Dies soll einer der schoensten Straende der Welt sein. Das Wasser war wirklich fantastisch, keine Steine und Pflanzen nur klares, blaues Wasser. Leider musste man auch hier die sexy Schwimmanzuege tragen.

Das erste Mal in Australien habe ich mich wie im Urlaub gefuehlt. Die Whitsunday Inseln fand ich jetzt nicht ueberragend, da fand ich beispielsweise die Similans in Thailand eindruecklicher. Aber das Segeln war wirklich der hammer.



Hervey Bay/Fraser Island

Montag, 2. Mai 2011

In Hervey Bay habe ich mich mit Miranda und Joe, dem Paerchen, das ich in Neuseeland kennengelernt habe verabredet. Wir wollen fuer einige Zeit zusammen unterwegs sein. In unserem Hostelzimmer wurde uns dann bewusst, dass eigentlich Ostern ist. Joe hat dann einige Schoggi Ostereier gekauft und sehr gut fuer Miranda und mich versteckt (siehe Fotos :)).
Der einzige Grund warum man in Hervey Bay ist, ist um nach Fraser Island zu gehen, eine riesige Insel, die nur aus Sand besteht. Leider war in Australien auch noch Anzac Day direkt nach Ostern, das heisst ein extrem langes Wochenende, wo jeder die Idee hat nach Fraser Island zu gehen. Mit etwas Glueck konnten wir aber doch noch ein Mietfahrzeug auftreiben, da jemand abgesagt hat. Viele Backpacker machen Fraser Island mit organisierten Touren, wo es meistens (auf jedenfall bei den guenstigen) nur ums trinken geht. War ganz cool, dass wir mit unserem eigenen Truck machen konnten, was wir wollten. Mit dem Truck haben wir auch noch die ganze Camping Ausruestung gemietet.

Am Morgen mussten wir uns erst Mal beim Vermieter ein Video anschauen, in dem gezeigt wurde, was uns alles schlimmes auf Fraser Island passieren kann. Von Ertrinken, ueber teuere Abschleppkosten bis zum von Dingoes aufgefressen werden oder vom Flugzeug ueberrollt war so ziemlich alles dabei. Mutig haben wir die erste Fahrt mit dem riesen Vehikel zur Faehre unternommen. Beim Reisen lernt man meistens nicht nur die Gepflogenheiten des Reiseziels kennen, sondern auch diejenigen aus den Laendern seiner Mitreisenden. So musste ich zum Mittagessen das erste Mal Peanut Butter Jelly Sandwich essen (Toast mit Erdnuss Butter und Konfi, wtf?). Gar nicht sooo uebel. Nach der Faehrueberquerung gings dann richtig los, Auto in 4 Wheel Modus und los im Sand. Im Inselinnern ist es nur erlaubt 30km/h zu fahren. Nach einigen Minuten haben wir dann rausgefunden, dass es gar nicht moeglich ist, schneller zu fahren. Durch das, dass es die letzten Tage so viel geregnet hat war die Fahrbahn ueberall schoen ausgefahren und mit Schlammloechern uebersaet. Wir haben einige Male heftig geschwitzt, durch das, dass aber weitere Autos vor uns gefahren sind, waren wir uns zumindest sicher, dass die Strecke fahrbar ist. Als wir die Insel durchquert hatten, sind wir endlich am Strand angekommen, Highway pur, endlich 80km/h erlaubt. Der Strand dient nebenbei auch noch als Flugzeuglandebahn. Am Strand kann man rund 2 Stunden um die Flut nicht fahren, und deshalb hatten wir einen gedraengten Zeitplan fuer den ersten Tag, da wir nur bis 2 Uhr fahren konnten. Wir wollten Lake Wabby besichtigen. Das erfordert eine laengere Inland Strecke zu fahren. Ich glaube etwa auf halber Strecke haben wir unsere Entscheidung verflucht. Die Strasse war so eng, steil und mit vielen Wurzeln und halben Seen uebersaet, dass wir uns echt manchmal fragten ob wir da rauf kommen. Lustig wurde es vor allem, wenn ein Fahrzeug zu kreuzen war, aber das gab uns immerhin Hoffnung, dass die Strecke fahrbar ist.
Nach einer kurzen Sicht auf Lake Wabby ging es dann auch wieder zurueck. Die Fahrt war wesentlich spannender, als die Aussicht. Am Strand hatten wir nur noch kurz Zeit, um einen geeigneten Zeltplatz zu finden und unser Truck in die Duenen zu fahren. Mh was macht man an einem Strand, der als Highway dient und an dem man nicht baden darf (Haie, Stroemung und toedliche Quallen)? Es wird auch schon etwa um 6 Uhr dunkel, so dass wir ziemlich frueh im Zelt waren. Es windete so stark, dass es das Zelt regelrecht zusammengefaltet hat. Ganz luxurioes haben wir noch etwas Film auf dem Laptop geschaut. Die ganze Nacht konnte niemand richtig schlafen, weil es so laut war, wegen dem Wind. Als es dann auch noch in das Schrott Zelt reingeregnet hat, waren wir wirklich am Ende mit den Nerven. Ich fuer meinen Part war zu mindest sehr froh, als die Daemmerung einsetzte und wir unser Zeug zusammen gepackt haben.

Wir wollten an das noerdliche Ende der Insel fahren. 90% aller Fahrzeuge, die auf Fraser stecken bleiben, tun dies auf dieser Strecke. Durch den vielen Regen, und durch das, dass wir eine der ersten waren, hatten wir allerdings keine Probleme, durchzukommen. Wir wollten auf den Indian Head gehen, das ist ein (bekannter) Aussichtspunkt. Das ist fuer mich einer der Unterschiede zwischen Neuseeland und Australien: In Neuseeland haette da rauf ein Wanderweg mit exakter Beschilderung gefuehrt. In Australien muss man sich den Weg selber suchen und ist sich die ganze Zeit nicht sicher, ob man auf dem richtigen ist. Von diesem Zeitpunkt an, regnete es etwa den ganzen Tag im viertelstunden Takt. Ziemlich eindruecklich fand ich das riesige Schiffswrack, was direkt am Strand liegt und langsam im Sand versinkt. Als wir dann eine Felsformation besichtigen gingen, haben wir unsere ersten und letzten Dingos (Wildhunde) in der Ferne auf den Felsen erspaeht. Auf der ganzen Insel wird vor diesen Tieren gewarnt, die Zeltplaetze (die offiziellen) sind mit Zaeunen umgeben und manchmal auch die Picnic Gebiete.
Da uns der Strand Highway langsam etwas oede wurde, und wir sowieso nicht mehr am Strand uebernachten wollten sind wir noch eine laengere Strecke Inland gefahren. Langsam ging es richtig gut mit dem fahren und wir hatten viel Spass durch all die Schlammloecher zu huepfen. Es war dann ein etwas buerokratischer Aufwand, dass wir auf dem Campingplatz schlafen durften. Aber nach einem super leckeren Essen konnten wir da immerhin wundervoll schlafen.

An unserem letzen Tag auf Fraser beschlossen wir trotz dem Regen eine Regenwald Wanderung zu machen (passt ja schliesslich). Der Regenwald hat mir gut gefallen, aber leider konnten wir keine Riesenechse (Goana) erspaehen. Die moegen wahrscheinlich keinen Regen.
Als kroenender Abschluss sind wir noch zum Lake MacKenzie gefahren, ein super klarer Suesswassersee in der Mitte von Sand. Da das Wasser so verlockend aussah, und wir dringend eine Dusche benoetigten sind wir trotz Regen schwimmen gegangen. Bald nach dem wir im Wasser waren wurde das Wetter sogar besser und wir konnten noch einige Sonnenstrahlen geniessen.

Zurueck auf dem Festland war ich das erste Mal in meinem Leben im Pizza Hut (das passiert wenn man mit Amis reist!). War gar nicht sooo schlecht wie die Geruechte sagen. Um 9 Uhr haben wir dann den Nachtbus nach Airlie Beach, dem Tor zu den Whitsunday Islands, genommen. Die Busfahrt stellte sich als sehr anstrengend heraus. Nach 1 Stunde Fahrt stellte der Fahrer einen Stein im Motor(?) fest. Es koenne 2 bis 8 Stunden dauern, bis das Ersatzteil da ist. Das ist genau das, was man hoeren will, wenn man sowieso schon eine 12h Fahrt vor sich hat! Naja schlussendlich mussten wir "nur" 2h warten und kamen mit 3h ingesamt Verspaetung in Airlie Beach an. Ufff.



Brisbane

Da ich in Brisbane nicht viel gemacht habe, hier nur die Fotos