Kota Kinabalu

Montag, 6. Juni 2011

In Kota Kinabalu sollten wir einige Tage verbringen. Da befindet sich der meist angeflogene Flughafen und irgendwie wollten wir wieder einmal wo anders hin. Einige Reisende haben uns vom Walhai schnorcheln in den Philippinen vorgeschwaermt. Als wir entdeckten das der Flug nur etwa 30Fr kostet war der Fall fuer uns klar, es geht fuer 10 Tage auf die Philippinen!

Wir wollten vorher noch etwas relaxen und haben dadurch vielfach gar nichts ausser essen und schlafen gemacht. An 2 Tagen waren wir auf den Inseln vor Kota Kinabalu schnorcheln. Es gab gute Korallen in Strandnaehe und es hat viel Spass gemacht. Leider habe ich mir beim 1. Mal einen ziemlichen Sonnenbrand auf meiner ganzen Rueckseite geholt :(
Auf der Insel gab es auch noch riesige Monitor Lizards (bestimmt 1.5m lang) die sich aus Abfalleimer ernaehrt haben.

Naja ich glaube Fotos sagen hier mehr als Worte...





Kinabatangan River zum zweiten

Wie bereits erwaehnt bin ich mit Miranda und Joe noch einmal in den Dschungel gefahren. Es war genau dieselbe Tour, die ich eigentlich schon mal gemacht habe. Nach etwa 10 Minuten auf der ersten Bootsfahrt stieg der Motor des Bootes aus. Die meisten Leute unseres Bootes wurden auf ein anderes Boot geladen, fuer 4 von uns musste ein weiteres kleines Boot geholt werden. Nach dem wir umgestiegen sind fragte uns unser neue Guide, ob wir Elefanten sehen wollen. Was fuer eine Frage... In vollem Tempo sind wir also wieder Fluss abwaerts gefahren und etwa 3 Bootsminuten von der Lodge entfernt konnte man einen penetranten Duft wahrnehemn (wer mal im Zoo im Elefantenhaus war, weiss was ich meine). Und tatsaechlich, durch das Gebuesch konnten wir die ersten Pygmy Elefanten wahrnehmen. Dies sind die kleinsten Elefanten der Welt und leben nur auf Borneo. Trotzdem sind sie natuerlich grosse, eindrueckliche Tiere. Als der Guide gesagt hat, wir duerfen sogar an Land gehen, hatte ich zuerst etwas Schiss. Er wusste aber mit den Tieren umzugehen und hat dafuer gesorgt, dass sie uns nicht wirklich zu nahe kamen. Trotzdem waren wir nur etwa 3m von den Tieren entfernt. In der Mitte der Herde stand das Geruest eines halbfertigen Stelzenholzhaus. Wir gingen da hinauf und hatten den vollen Ueberblick ueber etwa 30 Tiere darunter sehr viele Baby Elefanten. Es war einfach wahnsinnig, nur wir 5 Leute und 30 Elefanten um uns herum. Nach etwa einer halben Stunde hat der Nachbar die Elefanten mit Laerm vertrieben, weil sie kurz davor waren seinen Garten nieder zu trampeln.

Nachts gingen wir nochmal auf ein Nachbarshaus der Lodge. Wir konnten die Elefanten zwar nicht sehen, da diese das Licht der Taschenlampe nicht moegen, aber wenn wir das Licht ausmachten kamen sie aus dem Wald heraus und man konnte sie trampeln und Bambusstauden umreissen hoeren. Die ganze Nacht durch war das troeten der Elefanten zu hoeren. Wildlife pur.

Am naechsten Morgen hatten wir dann tatsaechlich auch noch das Glueck, 4 verschiedene Orang Utans zu sehen. Der Jungle Trek wurde auf Grund der Gefahr durch die Elefanten abgesagt und wir konnten an Stelle einige interessante Dokumentar Filme sehen.
Die Nachmittagsbootsfahrt war dann leider sehr bescheiden. Nach 5 Minuten fing es stroemend an zu Regnen. Gut vorbereitete Reisende hatten ein Regenponcho dabei, andere wurden so nass, wie sonst nur beim Duschen. Gesehen haben wir nichts ausser Regen und einigen Makaken.

Am Tag darauf haben wir die Elefanten etwas weiter Fluss aufwaerts wieder gesichtet. Sie waren gerade dabei, den Fluss, der etwa so breit wie die Aare ist zu ueberqueren. Besonders fuer die Mamaelefanten mit den Babies war dies ein bisschen ein Stress. Der Aufstieg am anderen Ufer erforderte sie sehr viel Kraft.

Ich bin sehr froh bin ich nochmal zurueck gegangen. Elefanten in freier Wildbahn zu sehen war sicher eines meiner schoensten Erlebnisse bisher!





Sipadan Tauchen

Sonntag, 29. Mai 2011

Es ist schon ein wahnsinniges Privileg, mit meiner vor ein paar Monaten erhaltenen Tauchlizenz schon einige der besten Tauchspots der Welt getaucht zu haben. Viele sehr erfahrene Taucher wuerden ziemlich viel dafuer geben, in Sipadan tauchen gehen zu duerfen. Fuer mich wurde der Traum wahr. Ich war etwas ueberrascht, dass wir den ganzen Trip von einem kleinen Speedboot aus machen. Die Fahrt von Semporna nach Sipadan ging wahrscheinlich etwa 1h und war ziemlich heftig (aua mein Ruecken). Immerhin gegen Seekrankheit bin ich nun wahrscheinlich langsam immun. Mir wurde dann klar, dass wir nicht den ganzen Tag auf unserem kleinen Boot bleiben, sondern immer in den Pausen auf der Insel Sipadan halt machen, wo es auch ein Klo und Picnic Tische gab. Sipadan liegt ziemlich nahe der Philippinischen und der Indonesischen Grenze. In dem Gebiet kommen oefters auch mal Piraten vor (leider nicht die Jack Sparrow maessigen) und vor einigen Jahren wurden einige Taucher vor der Insel verschleppt (sorry Mami fuers nicht frueher erzaehlen :P). Naja deswegen hat es eigentlich ueberall Militaer unterwegs.



Die Riffwand um Sipadan faellt bis auf 2000 Meter in die Tiefe ab (das gibt einem ein seltsames Gefuehl). Der erste Tauchgang haben wir beim weltbekannten Barracuda Point gemacht. Ich war etwas aufgeregt, weil dies mein erster Tauchgang mit einer ernstzunehmenden Stroemung war. Schon kurz nach dem runtergehen haben wir die ersten Riffhaie gesehen. Diese sollten uns bei allen drei Tauchgaengen immer wieder begegenen. Ich habe sie zwar schon im Great Barrier Reef gesehen, aber die Menge in Sipadan war einfach beeindruckend. Immer wieder sah man sie irgendwo liegen oder sogar ziemlich nahe an einem vorbei schwimmen


Ich fand es ziemlich lustig mit der Stroemung zu tauchen. Man kann es sich etwa so vorstellen, wie Sightseeing auf einem Foerderband. Durch das, dass man sich kaum anstrengen muss um vorwaerts zu kommen, braucht man auch viel weniger Luft und kann demnach viel laenger tauchen. Seit laengerer Zeit war ich wieder einmal richtig tief (30m) tauchen. Waehrend allen Tauchgaengen haben wir auch unheimlich viele, fast menschengrosse Schildkroeten gesehen (ich liebe diese Tiere mit jedem Mal mehr). In den 3 Tauchgaengen haben wir mindestens 15 davon gesehen. Wie der Name auch sagt haben wir natuerlich eine sehr grosse Schule von Barracudas gesehen. Das ist so ein witziges Gefuehl, wenn man ueberall wo man hinschaut nur Fisch an Fisch sieht. Auch konnte man Schwaerme von Fischen sehen, die ich sonst nur als Paare kenne (z.B. den Longfin Bannerfish).

Neben Barracuda Point sind wir noch Mid Reef und Turtle Cavern getaucht. Die Tauchgaenge liefen alle in etwa gleich ab und waren einfach fabelhaft. Mit dem letzten Tauchgang konnte ich dann auch ein kleines Jubilaeum feiern, das war bereits mein dreissigster. Wow. Ich merke immer noch, wie ich mit jedem Tauchgang besser, ruhiger und routinierter werde. Sipadan hat zwar nicht gross Tiere geboten, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe, aber alles war groesser und mehr. Highlights den ganzen Tauchgang lang.

Da ueberraschenderweise Miranda und Joe nach Sandakan gekommen sind habe ich beschlossen, nochmals mit ihnen in den Jungle zu gehen. Wie ihr im naechsten Bericht sehen werdet, hat sich die Rueckkehr fuer mich mehr als gelohnt :) Nachdem das Halsweh und der Husten weg ist habe ich nun leider eine eklige Augenentzuendung auf beiden Augen. Ich hoffe das kommt nur vom vielen Bootsfahrtwind und ist bald vorbei. Anonsten bin ich mehr als gluecklich :)


Kinabatangan

Mittwoch, 25. Mai 2011

2 Tage und 2 Naechte durfte ich im Dschungel entlang des Kinabatangan Flusses wohnen.
Ich zaehle dieses Erlebnis zu einem der Besten meiner Reise. Aber erst Mal von vorne.
Mit dem Bus wurden wir in Sandakan abgeholt und sind etwa 2.5h gefahren. Mit einem kleinen Boot mussten wir dann noch auf die Flussseite ohne Strassenzugang uebersetzen. Die Lodge war groesser als ich mir das vorgestellt habe. Es gab von Dusche ueber Wifi so ziemlich alles was man sich wuenschen konnte. Nett war auch, dass sie nicht einfach einen Schlafsaal aufgefuellt haben, sondern zuerst alle verteilt haben. So hatte ich in beiden Naechten mein eigenes Zimmer, juhuuu.

Um 4 Uhr gab es dann die erste Bootsfahrt. Ich war ziemlich gespannt, da ich nicht wusste, was zu erwarten ist. 2h sind wir mit unserem Guide in einem kleinen Motorboot den Fluss entlang gefahren. Er hat uns sehr viel und gut erklaert. Wir sahen Makaken, teilweise sehr nahe und die Proboscis Monkeys (http://de.wikipedia.org/wiki/Nasenaffe). Die letzteren gibt es nur auf Borneo. Die Maennchen haben so eine grosse Nase um die Weibchen zu beeindrucken. Manche mussen diese sogar anheben um essen zu koennen. Auf den Bilder koennt ihr ja sehen, was wir sonst noch so entlang des Flussufers entdeckt haben. Sehr viel des Dschungels wurde zu Gunsten von Oelpalmen Plantagen abgeholzt. In ganz Borneo sieht man sooooo viele dieser Plantagen, das ist echt traurig :(. Zum Glueck ist der Wald nun geschuetzt, aber viele Einheimische verkaufen ihr Land an die Oelbarone.

Nach dem Znacht ging es dann mit Taschenlampe und Gummistiefel bewaffnet erneut in den Dschungel. Wir hatten ziemlich Glueck, bereits am Anfang sahen wir zwei Augen im Dunkeln gluehen. Es war diese "Katze" die den speziell teuren Kaffee produziert. Habe leider den Namen vergessen. Spaeter kamen wir noch an zwei Voegel vorbei, die man nun endlich mal von Nahe fotografieren kann, weil sie blind sind und darum nicht davon fliegen.
An einer Stelle haben wir alle die Taschenlampe ausgemacht und dem Dschungel gelauscht. Es flog sogar noch eine Firefly vorbei.
Naja danach waren wir so ziemlich dreckig, aber war eine gute Vorbereitung fuer das was am naechsten Tag kam.

Am Morgen um 6 Uhr, noch vor dem Fruehstueck ging es auf eine 1 Stuendige Bootsfahrt. Der Wald wacht langsam auf, und der Nebel verzieht sich. Wir haben mehr oder weniger das selbe gesehen wie am Vortag. Es war aber trotzdem toll die Affen zu beobachten und einfach die Stimmung zu geniessen.
Um 9 Uhr stand der 3 Stuendige Dschungelwalk an, wir wurden schon etwas vorbereitet, dass es seeeeehr matschig sein wird, und wir wahrscheinlich nicht viel sehen werden. Ich fand es trotzdem interessant und lustig, wir haben viele Insekten und Pflanzen gesehen, zu denen unser Guide viel zu sagen wusste. Zu dem war das laufen im knietiefen Schlamm einfach nur witzig (und anstrengend). Das Uebel dieser Wanderungen waren die Leeches (Blutegel). Ich hatte 3, aber zum Glueck rechtzeitig an meinen Schuhen oder Hosen entdeckt. Diese Viecher orientieren sich an Waerme und gehen an die waermsten Stelle des Koerpers. Das koennen natuerlich noch so gerne ziemlich intime Stellen sein, urks, nur schon der Gedanke. Unserem Guide ist einer unter das T-Shirt den halbe Ruecken hochgekrochen, bis er es bemerkt hat.

In der Nachmittagssiesta regnete es wie verrueckt, blitzte und donnerte. Puenktlich zur 4 Uhr Bootsfahrt hatten wir dann aber wieder das schoenste Wetter. Diese Bootsfahrt verlief eigentlich wie am Tag zuvor, viele Aeffchen, Voegel etc. Auf der Rueckfahrt dann das Highlight: Ein Orang Utan hoch im Baum oben (sorry die Fotos sind mies). Wow toll. Die Tiere in Sepilok waren ja zwar auch wild, aber halt doch gefuettert und an Menschen gewoehnt. Jetzt diesen Orang Utan einfach so in der Wildnis zu sehen war fantastisch.

Am naechsten Tag sind wir dann am Morgen extra nochmals nachschauen gegangen und haben auf der Morgenfahrt sagenhafte 3 verschiedene Orang Utans gesehen. Ich bin gluecklich und die Tour wars wirklich wert. Borneo ist einfach toll :) Ich glaube die Fotos sagen mehr als dass ich beschreiben kann, auch wenn einige davon sehr schlechte Qualitaet sind, aber ich moechte euch die Tiere die darauf sind trotzdem zeigen.



Bilder Sepilok







Sandakan/Sepilok

Sonntag, 22. Mai 2011

Die Fahrt ins ueber 300km entfernte Sandakan war ziemlich anstrengend. Die Strasse fuehrt zwar durch sehr schoene gruene Huegel aber die asiatischen Filme, die im Bus laufen sind einfach toedlich. Netterweise gab es dieses Mal sogar Englische Untertitel dazu. Ich habe jedoch keinen einzigen Satz verstanden, da die Uebersetzungen wirklich voller Fehler und unsinnigen Wortkonstellationen waren. Tja in eine 6h Fahrt passen also locker 3 solche Filme rein.
Sandakan selbst bietet nicht viel Aufregendes. Ich bin immer noch ziemlich appetitlos, aber vor dem Schlafen gehen sollte man ja irgendwas essen. Das Restaurant das ich ausgewaehlt habe fuellte sich ziemlich schnell nach meiner Ankunft mit Schueler im Teenageralter. Das ganze Restaurant war voll mit ihnen und mir :) War ziemlich lustig sie zu beobachten. Ich habe dann ein Gericht ausprobiert, dass als Spicy deklariert wurde und habs ueberlebt, ha! Okey die letzten Chilli Schoten habe ich dann etwas ausgesondert und nicht gegessen. Mensch, war mir heiss danach.

Heute Morgen bin ich mit dem local Bus ins 25km entfernte Sepilok gefahren. Sepilok ist das Tor zu einem Regenwald Gebiet und beherbergt das Orang Utan Rehabilitation Center. Das Zentrum nimmt verwaiste, gefundene Orang Utan Babies auf und kuemmert sich um diese, bis sie alleine in der Natur ueberleben koennen. 2 Mal pro Tag findet eine Fuetterung fuer die neu frei gelassenen ehemaligen Waisen statt. Einige Waisen kommen nach der Freilassung nie hierher zum Fressen, andere ihr Lebenlang. Etwa 6 Orang Utans kamen zu dieser Fuetterung. Sogar 2 Mamis mit ihren Babies auf den Bauch geschnallt. Es ging ziemlich geschaeftig zu und es wurde kraeftig gehamstert. Das lustigste waren eigentlich die viel kleineren Makaken Affen, die natuerlich auch etwas abhaben wollten, aber tierisch Schiss hatten. Selbstmordmaessig sprangen sie manchmal ueber den Rand der Plattform.
Nach der Fuetterung konnte man sich noch ein Video ueber die Arbeit der Station anschauen. Orang Utans gibt es uebrigens nur hier auf Borneo und auf Sumatra (Indonesien). Beide Arten sind stark bedroht und darum ist jedes Jungtier, dass wieder in die Natur eingegliedert werden kann ein voller Erfolg.

Um 15Uhr war dann die zweite Fuetterung, zu der man mit demselben Ticket auch berechtigt war. Um die Zeit zu ueberbruecken bin ich in der wahnsinns Hitze ins Rainforest Discovery Center in der Naehe gelaufen. Dort konnte man einen sogenannten Canopy Walk machen. Also ein Weg der in den Baumkronen angelegt ist, um eine andere Perpektive auf den Regenwald zu bekommen. Ich bin sowohl in der Luft als auch am Boden herum gewandert und es gab auch einen botanischen Garten mit einheimischen Pflanzen und eine Austellung ueber die Tiere des Regendwaldes. Fand das Ganze ziemlich gut gemacht.
Ich hatte allerdings den ganzen Tag das Gefuehl, nicht so schnell trinken zu koennen, wie ich das Wasser wieder rausschwitze.

Wieder zurueck an der Fuetterungsplattform im Orang Utan Center liess sich bald ein Mami mit dem Jungtier auf dem Bauch blicken. An einem kleinen Baum liess sie das Junge dann los und etwas auf eigene Faust rumklettern, natuerlich immer in Griffweite. Die Beiden sind dann zu der (noch leeren) Fuetterungsplattform und haben sich erst Mal genuesslich hingelegt. Es war so cool den beiden zu zu schauen. Die Mutter hat mit dem Jungen echt wie eine menschliche Mama interagiert. Leider blieben die beiden dann auch die einzigen Tiere bei der Fuetterung, die anderen hatten wahrscheinlich noch genug, oder ihr Futter im Wald gefunden.
Orang Utans sind so faszinierende Tiere. Ihr Name uebersetzt heisst "Mann des Waldes" und wirklich, allzu oft erinnern sie einen an Menschen (auch wenn ich gerne mit den Fuessen essen koennte!). Ihr Gesicht zeigt Emotionen und sie sind so geschickt. Ein wahnsinniges Privileg, diese Tiere in ihrer natuerlichen Umgebung zu beobachten! Dafuer hat sich der Besuch in Borneo schon gelohnt :)

Morgen gehe ich 3 Tage in den Dschungel (neeein nicht ins Dschungelcamp)

Fotos? Ja natuerlich gibt es dutzende Fotos, nur leider weigert sich der Computer hier irgendwelche Hardware zu erkennen, grrr. Ich reiche sie nach, so bald ich die Moeglichkeit habe.


Auf Borneo

Freitag, 20. Mai 2011

Borneo ist definitiv ein Ort, von dem ich nie gedacht haette, dass ich mal hierhin komme. Von Kuala Lumpur aus sind es glaube ich etwa 1200km. Der Flug fuehrt ueber viele wunderschoene Inseln, von denen nur wenige bewohnt sind. Schon im Flugzeug waren kaum Westler und hier in der Stadt Kota Kinabalu habe ich auch noch nicht viele davon gesichtet. Erst vorhin habe ich entdeckt, wo sich diese verstecken: Beim Italiener am Hafen.

Die Stadt hat nicht viel spektakulaeres zu bieten. Sie ist die Hauptstadt des teilweise unabhaengigen Staates Sabah. Obwohl Sabah eigentlich zu Malaysia gehoert muss man am Flughafen den Pass zeigen und bekommt einen neuen Stempel mit dem Einreisedatum. Meine Zeit hier war von der Planung der naechsten Tage gepraegt. Ich will noch gar nicht gross sagen, was ich geplant habe, aber es wird bestimmt super (nein Mami, nicht die Bergbesteigung ;)).

Was mir etwas Sorge bereitet hat, ist dass ich unbedingt in Sipadan tauchen moechte. Sipadan gilt als einer der Top 10 Tauchspots der Welt. Man kann ganze Schulen von Hammerhaien sehen oder mehrere dutzend Schildkroeten in einem Tauchgang. Natuerlich will jeder da Tauchen, es gibt aber nur 120 Bewilligungen pro Tag. Die Tauchgaenge werden extrem teuer und sind oft an Bedingungen wie eine mindest Anzahl Tauchgaenge auf den weniger beliebten Insel gebunden. Alle guenstigen Anbieter sind schon lange ausgebucht. Ich hoffe ich habe nun einen Anbieter gefunden. Ich warte noch auf die definitive Bestaetigung des geplanten Datums fuer 3 Tauchgaenge. Ich hoffe ich werde nicht enttaeuscht.

Ich habe mich hier etwas unter die Locals gemischt, sofern man das mischen nennen kann. Natuerlich faellt man ueberall auf wie ein bunter Hund. Abends wird ein spezieller Essensmarkt aufgebaut (die Stimmung ist aehnlich wie auf der Jemna el Fna nur ohne Touris @Flo). Neben den vielen dampfenden Garkuechen wird aber auch Obst, Gemuese und alle moeglichen toten Tiere verkauft. Da hier auch die Einheimischen essen ist es natuerlich extrem billig. Suppe, Nudeln, ein Wasser und das ominoese Dessert haben 2Fr gekostet.
Die Maenner moechten mich immer wieder in ein Gespraech verwickeln. Manchmal ist es fuer mich schwierig, abweisend und etwas unfreundlich zu sein, aber bestimmt gesuender.
Ich habe auch noch einen Neuversuch gewagt: Asiatisches Kino. Ich habe mir Pirates of the Carribean angeschaut. Der Film hatte malayische und chinesische Untertitel. Der Film war eher langweilig. Lustig waren die Asiaten, die alles lautstark kommentiert haben und dem Sitznachbarn Witze erklaert haben. Der Typ vor mir hat auch munter die naechste DVD, die er dann auf dem Markt verkauft produziert (aka den Film mitgefilmt). Kino kostet uebrigens 2.50Fr.

In Malaysia koennen uebrigens fast alle Leute sehr gut Englisch (natuerlich mit einem gewissen, manchmal unvestaendlichen Akzent). Aber es ist wesentlich einfacher hier mit Leuten zu reden.

Leider geht es mir momentan nicht so gut. Ich glaube in letzer Zeit war einfach alles ein bisschen viel. Die ganze psychische Belastung, der wenige Schlaf, die vielen Fluege, schon wieder Zeitverschiebung, die Hitze und einfach wieder Asien. Ich bin etwas ausgebrannt, erkaeltet und alles tut mir weh :( Mein Koerper spielt verrueckt, habe keinen Appetit etc. Ich habe mir jetzt fuer Borneo ein ziemlich gedraengtes Programm vorgenommen, weil ich die Zeit hier einfach nutzen will. Zurueck auf dem Festland (wahrscheinlich Anfangs Juni) muss ich es dann aber wirklich etwas gemuetlicher nehmen. Ich habe allerdings momentan etwas Schiss vor dem nichts machen :(